Satzung des Kneipp-Verein Dahn e.V., 66994 Dahn


§ 1

Der Verein führt den Namen Kneipp-Verein Dahn e.V.

und hat seinen Sitz in Dahn

Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Pirmasens eingetragen.


§ 2

Der Kneipp-Verein Dahn e.V. gehört dem Kneipp-Bund e.V., Bundesverband für Gesundheitsförderung, an. Er ist jedoch wirtschaftlich und rechtlich selbständig. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 3

Zweck des Vereins ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der Lehre Sebastian Kneipps vom gesunden Leben und naturgemäßen Heilen – sinngemäß erweitert und vertieft, wissenschaftlich untermauert und zeitgemäß dargestellt – allen Menschen nahe zu bringen.


§. 4

I. I. Die Arbeit des Vereins dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken im Sinne der   

Abgaben Ordnung – Abschnitt „Steuerbegünstigte Zwecke“ – und ist nicht auf wirtschaftlichen Gewinn       

gerichtet.

Wirtschaftliche Einrichtungen dürfen in ihrer Gesamtrichtung nur dazu dienen, die satzungsgemäßen Zwecke des Vereins zu verwirklichen.

Der Verein verfolgt keine parteipolitischen Ziele. Seine Aufgaben sind überkonfessionell.


II. Der Verein ist selbstlos tätig. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.


III. Es darf keine Person durch Verwaltungsgaben, die den Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.


IV. Der Vorstand kann sich für seine Tätigkeit eine Vergütung im Rahmen des § 3 Nr. 26a EStG gewähren.


V: Dem Vorstand, oder den mit bestimmten Aufgaben betrauten Beiratsmitgliedern kann für ihre Tätigkeit eine pauschale Aufwandsentschädigung pro Jahr gewährt werden, soweit diese Aufwandsentschädigung den tatsächlich entstandenen Aufwand offensichtlich nicht übersteigt.


§ 5

Das Arbeitsgebiet des Kneipp-Vereins umfasst u.a.:

I. Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens im umfassenden Sinne der Gesundheitsbildung

   durch eine praxisbezogene Aufklärung, z.B. durch

a) fachliche und belehrende Vorträge über Fragen der persönlichen und allgemeine Gesundheits-

      Gesundheitspflege sowie über die Verhütung von Krankheiten

   b)  Abhalten von Kursen über Gesundheits- und Krankenpflege, zweckmäßige Ernährung und

        über die Anwendung von Licht, Luft, Sonne, Wasser und Heilpflanzen.

   c)  Kurse in Bewegungs- und Entspannungsübungen sowie Förderung und Pflege des Sports in

        seiner Gesamtheit.

   d)  Förderung von Luft- und Sonnenbädern, Wassertretstellen und Armbäderanlagen und  

        Einrichtung Kneippscher Erlebnisstätten

e) Förderung des Jugendgesundheitsdienstes, Bildung von Jugendgruppen

f) Förderung aller Maßnahmen, die der besonderen Bedeutung der Frau und Mutter als Hüterin

      der Gesundheit in der Familie gerecht werden.


II. Pflege des Andenkens an Sebastian Kneipp.


§ 6

Mitgliedschaft

Mitglieder können natürliche und juristische Personen werden

Mindestalter: 10 Jahre. Die Mitgliedschaft wird durch schriftliche Beitrittserklärung beantragt. Für Minderjährige ist die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Jedes Mitglied hat den Vereinsbeitrag zu zahlen. Für über 18- jährige Mitglieder ist der Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte Voraussetzung. Die Familienmitgliedschaft kann für alle zur Familie gehörenden Personen beantragt werden.




Als FÖRDERNDE MITGLIEDER können dem Verein natürliche und juristische Personen sowie Personenvereinigungen beitreten, die durch Sonderbeiträge den Verein besonders fördern wollen.

Mitglieder und Personen, die sich um den Kneipp-Verein besonders verdient gemacht haben, können von der Hauptversammlung zu EHRENMITGLIEDERN ernannt werden.

Ehrenmitglieder haben  die gleichen Rechte wie ordentliche Mitglieder, sind jedoch von der Beitragsleistung befreit.


§ 7

Für langjährige Mitgliedschaft werden folgende Ehrennadeln verliehen:

          10 Jahre Mitgliedschaft  -  Ehrennadel in Bronze;

 25 Jahre Mitgliedschaft  -  Ehrennadel in Silber;

über 40 Jahre Mitgliedschaft  -  Ehrennadel in Gold.

Anträge sind über den Kneipp-Verein an den Kneipp-Bund zu richten.

Besondere Verdienste um die Kneipp’sche Idee können durch Verleihung des Verbandsabzeichens in Silber und Gold gewürdigt werden. Über entsprechende Anträge entscheidet das Präsidium des Kneipp-Bundes.


§ 8

Jedes Mitglied erhält die Bundeszeitschrift sowie die Benachrichtigung örtlichen Charakters so lange unentgeltlich an die angegebene Anschrift zugestellt, als es mit den von der Hauptversammlung festgesetzten Mitgliedsbeiträgen nicht in Verzug gerät. Bei Familienmitgliedschaft wird ebenfalls nur ein Exemplar der Verbandszeitschrift geliefert.


§ 9

Rechte der Mitglieder

Jedes Vereinsmitglied ist berechtigt

a) an den Beratungen und Beschlussfassungen der Mitgliederversammlung teilzunehmen.

    Zur Ausübung des Stimmrechts sind nur Mitglieder über 18 Jahren berechtigt.

b) die Einrichtungen des Vereins nach Maßgaben der hierfür getroffenen Bestimmungen

    zu benutzen.

c) an den Veranstaltungen des Vereins zu den festgesetzten Unkostenbeiträgen teilzunehmen.

d) soweit es einer Sportgruppe angehört, vom Verein Versicherungsschutz gegen Unfälle bei

    Teilnahme an den Kursen des Vereins sportlicher Art (wie Gymnastik usw.) zu verlangen.


Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind insbesondere verpflicht4et,

a) die Satzungen des Vereins zu befolgen

b) nicht gegen die Interessen der Vereins zu handeln,

c) die durch Beschluss der Jahreshauptversammlung festgesetzten Beiträge auch im

    Einzugsverfahren zu entrichten.


§ 10

Jedes Mitglied über 18 Jahre ist wahl- und stimmberechtigt, außer in Fällen, in denen die Beschlussfassung die Vornahme eines Rechtsgeschäftes mit einem Mitglied oder die Einleitung eines Rechtsstreites zwischen einem Mitglied und dem Verein betrifft (§ 34 BGB). Ehegatten als Familienmitglieder sind wahl- und stimmberechtigt.


§ 11

Die Mitgliedschaft erlischt durch

a) Austritt

b) Ausschluss

c) Tod

d) Auflösung des Vereins

Der Austritt kann nur zum Schluss eines Geschäftsjahres unter Einhaltung einer dreimonatigen Frist durch eingeschriebenen Brief erklärt werden.


Der Ausschluss kann erfolgen, wenn das Mitglied seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt oder den Interessen des Vereins zuwiderhandelt.





Der Ausschluss wird durch den Vereinsvorstand beschlossen und dem Ausgeschlossenen mittels eingeschriebenen Brief zugestellt. Darin ist auf das Einspruchsrecht hinzuweisen. Die Einspruchsfrist beträgt einen Monat ab Zustellung des eingeschriebenen Briefes. Über den Einspruch entscheidet die Hauptversammlung. Mit dem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte ist das Mitglied automatisch aus dem Verein ausgeschlossen.


Ausgeschiedene Mitglieder haben keinen Anspruch am Vereinsvermögen.


§ 12

Die Organe des Vereins sind:

die Hauptversammlung

der Vorstand

der Beirat


§ 13

Hauptversammlung

I. Die ordentliche Hauptversammlung des Vereins findet alljährlich möglichst im ersten

Kalenderhalbjahr statt. Der Vorstand bestimmt nach Anhören des Beirates die Tagesordnung. Zeit und Ort der Jahreshauptversammlung und beruft sie  mindestens drei Wochen vor dem  festgesetzten Termin schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung ein.


II. Außerordentliche Hauptversammlungen können vom Vorstand jederzeit und mit einer Frist von 10 Tagen einberufen werden. Sie müssen einberufen werden, wenn dies der Beirat mit Dreiviertelmehrheit oder der vierte Teil der Mitglieder verlangen.


 III. Die Hauptversammlung setzt sich zusammen aus

den Mitgliedern

dem Vorstand

dem Beirat

Teilnahme- und stimmberechtigt sind alle Vereinsmitglieder über 18 Jahre.

Minderjährige sind nur teilnahmeberechtigt.


IV .Anträge zur Hauptversammlung können vom Vorstand, vom Beirat und von den

stimmberechtigten Mitgliedern gestellt werden. Die Anträge sind zu begründen und spätestens 6 Tage vor der Hauptversammlung dem Vereinsvorsitzenden einzureichen. Über die Behandlung verspätet eingereichter Anträge entscheidet die Hauptversammlung.


Der Geschäftskreis der Hauptversammlung erstreckt sich auf:

a) Genehmigung des Geschäfts- und Rechenschaftsberichtes

   b) Genehmigung des Haushaltsplanes

   c) Entlastung von Vorstand und Beirat,

   d) Wahl von Vorstand und Beirat

   e) Festsetzung des Mitgliedsbeitrages

   f)  Beschlussfassung über die eingegangenen Anträge

   g) Verschiedenes


   VI. Beschlüsse allgemeiner Art werden mit Stimmenmehrheit gefasst, außer den in § 18

   vorgesehenen Fällen.

   VII. Die Niederschrift über die Hauptversammlung ist spätestens vier Wochen nach der

   Versammlung der Landesgeschäftsführung bzw. der Hauptverwaltung des Kneipp-Bundes.

   einzureichen.

   VIII. Zur Überprüfung der Kassen- und Buchführungen werden von der Hauptversammlung zwei

   sachverständige Personen auf die Dauer von vier Jahren gewählt. die Prüfung soll jährlich einmal

   stattfinden. Über das Ergebnis ist der Hauptversammlung zu berichten.

§ 14

Vorstand

I. Der Vorstand besteht aus dem

ersten Vorsitzenden

zweiten Vorsitzenden

dritten Vorsitzende

Schriftführer und

Schatzmeister


II. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch mindestens zwei Mitglieder des Vorstandes, darunter der 1. Vorsitzende, der 2. Vorsitzende oder der 3. Vorsitzende vertreten.

Der Vorstand wird von der Hauptversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Der Vorstand muss Mitglied des Kneipp-Vereins sein. Der Vorstand bleibt bis zur Wahl des neuen Vorstandes im Amt. Der 1. Vorsitzende oder 2. Vorsitzende kann auch gleichzeitig ein zweites Vorstandsamt (z.B. Schriftführer oder Schatzmeister) ausüben. Der Vorstand kann freiwerdende Vorstands- und Beiratsposten kommissarisch bis zur nächsten Hauptversammlung besetzten. Die Besetzung erfolgt durch Beschluss des Vorstandes.


III. Der Vorstand stellt im Einvernehmen mit dem Beirat für jedes Jahr einen Haushaltsplan auf, der von der Hauptversammlung zu genehmigen ist. Verträge, die eine Verpflichtung von über € 500,-  (außerhalb des Etats) enthalten, bedürfen im Innenverhältnis der Zustimmung des Beirates.


IV. Der Vorstand hält Sitzungen nach Bedarf ab, mindestens aber zweimal jährlich. Die Einladung muss 10 Tage vorher schriftlich ergangen sein.

V. Der Vorstand gibt sich zur Regelung seiner Geschäfte eine Geschäftsordnung.


§ 15

Beirat

I.  Dem Beirat sollen nach Möglichkeit mindestens 6 Mitglieder angehören.

II. Der Beirat wird von der Hauptversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Die

    Beiratsmitglieder müssen Mitglied des Kneipp-Vereins sein.

III. Der Beirat ist vor allen Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung zu hören. Bei

    Meinungsverschiedenheiten entscheidet die einfache Stimmenmehrheit.


§ 16

Vorstand und Beirat halten gemeinsame Sitzungen ab. Die Einladung muss 10 Tage vorher schriftlich ergangen sein.


§ 17

Über jede Sitzung des Vorstandes, des Beirates und der Hauptversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden und Protokollführer zu unterzeichnen ist.


§18

Schlussbestimmungen

I. Die Satzung kann nur durch Beschluss der Hauptversammlung mit mindestens Dreiviertelmehrheit geändert werden.


II. Der Kneipp-Verein kann nur durch Beschluss, welcher mit Dreiviertelmehrheit erfolgen muss, in einer zu diesem Zweck einberufenen Hauptversammlung aufgelöst werden.  Diese Beschlussfassung ist möglich, wenn bei dieser Hauptversammlung drei Viertel der Mitglieder anwesend sind. Sind nicht drei Viertel zur Auflösungsversammlung anwesend, so ist eine neue Versammlung innerhalb der nächsten acht Wochen einzuberufen, die dann ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder mit Dreiviertelmehrheit der Erschienenen endgültig beschließt.


III. Das bei Auflösung des Vereins vorhandene Vermögen  geht zur Hälfte an den jeweiligen Träger der beiden Kindertagesstätten St. Elisabeth in Dahn und St. Franziskus in Dahn (zurzeit der St. Elisabethenverein Dahn e.V.) für Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Kindergartenkinder und zur Hälfte an die Verbandsgemeinde Dahner Felsenland zur Unterhaltung der gemeindeeigenen Kneippanlagen  in der Stadt Dahn und den Ortsgemeinden im Bereich der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland. Über die Verwendung beschließt die letzte Hauptversammlung, nach Einwilligung des zuständigen Finanzamtes.


Diese Satzung wurde am 25.11.1981 errichtet.

Sie wurde am 9. November 2009 und am 16. November 2015 geändert.



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