Der Dahner Kräutergarten

Der Besuch des Kräutergartens im Kurpark der Stadt Dahn macht deutlich, dass die Idee des Kneipp-Vereins inzwischen beachtliche Fortschritte gemacht hat.

Viel von dem Wissen, dass von Generation zu Generation an unsere Urgrossmütter weiter gegeben wurde, ist in der modernen Welt längst in Vergessenheit geraten. Hier, im Kräutergarten erwacht manches zu neuem Leben und Kindheitserinnerungen werden wach. 

Nicht nur Feriengäste zeigen sich von dem Angebot begeistert. Immer mehr Einheimische nutzen die Gelegenheit, auf den zahlreichen Ruhebänken in und um

den Kräutergarten herum eine Rast einzulegen.

Außerhalb des kleinen, viereckigen Gartens, der durch helle Kieswege in vier gleichschenklige Dreiecke aufgeteilt wird, wachsen die unterschiedlichsten Bäume. Nicht weit entfernt wartet eine regionaltypische Streuobstwiese, die für die Gesundheit der Natur eine fast noch grössere Bedeutung hat wie für die Gesundheit des Menschen.



In den hohen Bäumen der Anlage bemerkt der Besucher zahlreiche Misteln, die besonders im Winter gut zu sehen sind. Kaum einer weis heute noch, dass es sich hierbei nicht nur um die magische Pflanze der alten Druiden handelt. Die Wirkstoffe der Mistel bringen dem alternden, arterisklerotischen Menschen Linderung.n den kleinen Beeten des Kräutergartens finden sich Heil- und Küchenkräuter, Gewürz- und Aromakräuter. Kleine Täfelchen geben über die Pflanzen Auskunft.Die Namen erinnern an einen einstmals besonders beliebter Salat aus Frühlingskräutern. Löwenzahn, Sauerampfer, Brennnessel, Birkenblätter, Schafgarbe, Hederich und Wiesenschaumkraut, mit dem man früher, feingehackt, auch Suppen und Käse zu würzen pflegte, kommen wieder in Mode.

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Das Allheilmittel ‚Pfefferminz’ ist hier ebenso zu finden wie die ‚Kamille’. Die Gemeine Schafgarbe gewinnt zunehmend wieder an Bedeutung. Heute wie damals hilft ein Schafgarben-Tee bei Verdauungsstörungen und Frauenleiden, auch als Badezusatz hat sich das entkrampfend wirkende Kraut bewährt.Zahlreiche Kräutchen lassen sich in dem Garten entdecken. So unter anderem das Johanniskraut, ein altes Heil- und Zaubermittel, die Heckenrose, Arnika, Beinwell und Baldrian.Alle Arbeiten in dem Garten erfolgen ehrenamtlich durch den Kneippverein, der von dem Bundenthaler Apotheker Friedrich Kunz beraten und unterstützt wird.Wer mehr über die Heilkraft der Kräuter erfahren möchte, findet auch in der Dahner Apotheke ‚Zum Jungfernsprung’ eine freundliche und kompetente Ansprechpartnerin. Gleich nebenan, in der Teestube, kann der Besucher die Welt der ‚Tees aus dem geheimnisvollen Kräutergarten Dahner Felsenland’ erleben. Neben ‚Elwetritsche Tee’, Fischbacher Bettsäächer’, ‚Erfweiler Köhler Tee’, und ‚Grubenerz aus Nothweiler’ findet sich auch die neuste Kreation der zauberhaften Wohlfühltees, der ‚Schönauer Sonnenschein’.

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